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HETTENSEN - Landkreis Northeim




Photo der Woche


In unbestimmten Abständen soll an dieser Stelle ein historisches Photo aus Hettensen
oder aus der näheren Umgebung unserer Ortschaft veröffentlicht werden.

Ich bitte um Verständnis dafür, wenn das Datum bzw. die Jahreszahl der Aufnahme
nicht immer zuverlässig anzugeben ist.
In diesen Fällen wird dann ein Annäherungswert genannt.

Das hier jeweils veröffentlichte Photo wurde aus einer umfangreichen Sammlung ausgewählt,
die unter Mithilfe zahlreicher Einwohnerinnen und Einwohner unserer Ortschaft im Vorfeld
der 1050-Jahr-Feier in den Jahren 2002-2003 zusammengestellt worden ist.





26. Mai 2019


Klassenraum um 1900
Repro: Rainer Glahe



Die Reproduktion zeigt die Grundrisse des Erdgeschosses und des ersten Stockwerkes der ehemaligen Schule am Kirchberg.

Schon die Außenansicht des Ende des 18. Jahrhunderts erbauten Gebäudes verdeutlicht den baulichen Zustand und zeigte auch von daher Handlungsbedarf.

Aufgrund des vom damaligen Schulleiter Heinrich Huß beschriebenen Platzmangels und mehrerer Eingaben bei der Köngl. Regierung folgte nach der Jahrhundertwende die Planung eines neuen Schulgebäudes, das schließlich an der Bramburgstraße [heute ist dort u.a. der Kindergarten untergebracht] für 29.000,- Goldmark errichtet und im Jahre 1910 seiner Bestimmung übergeben wurde.


Schulgebäude am Kirchberg
Foto: Herbert Klöppner






19. Mai 2019


Deutsche Höhenschichtenkarte
Repro: Rainer Glahe



Die vermutlich in den Anfangsjahren des 19. Jahrhunderts in Kassel gefertigte Deutsche Höhenschichtenkarte ist, wie die Mehrzahl der tograhischen Kartenwerke jener Zeit, nur leicht coloriert.

Dieser Kartenausschnitt trägt den Namen der Ortschaft Hettensen.
Die direkt in der Nachbarschaft unserer damaligen Landgemeinde gelegene Ortschaft Asche war ebenso noch selbstständig wie das angrenzende Dorf Fehrlingsen. Asche gehörte zu jener Zeit zum Landkreis Northeim, Fehrlingsen dagegen zum Altkreis Uslar, der im Jahre 1932 aufgelöst wurde.

Sehr schön zu erkennen ist auch der Streckenverlauf der ehemaligen K 35 [Kreisstraße 35]. Diese Landstraße II. Ordnung führte damals von Ellierode über Hettensen weiter zur Bramburg. Im Jahre 1971 wurde der Streckenabschnitt von Hettensen bis zum Kuckshohl unserer damals noch selbstständigen Gemeinde übereignet.
Zuvor hatte der Landkreis Northeim die Straße mit einer relativ dünnen Asphaltschicht versehen.






12. Mai 2019


Northeimer Neueste Nachrichten 10. Oktober 1990
Repro: Rainer Glahe



Der vom Rat der Stadt Hardegsen gewählte neue Stadtdirektor Dieter Sjuts, bis dahin stellvertretender Gemeindedirektor in Schortens, nahm noch vor seinem Amtsantritt in Hardegsen an der Sitzung des Rates in Gladebeck teil, um sich über den Stand der Dinge in der Sollingstadt zu informieren.

Dieter Sjuts trat den Dienst als Stadtdirektor in der Hardegser Stadtverwaltung am 1. November 1990 an und bekleidete dieses Amt zuerst als vom Rat gewählter Verwaltungschef, später als von den BürgerInnen gewählter parteiloser Bürgermeister bis zu seiner Pensionierung am 31. Oktober 2014.






5. Mai 2019



Belegschaft der Tischlerei Diederich 1938
v.l.: Ein Lehrling; Gründer Albert Diederich; Heinrich Diederich, Erich Sander, Willi Thiele

Fotos: Albert Diederich



Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Tischlerei Diederich wurde von Tischlermeister Heinrich Diederich, dem Sohn des Gründers, die obige Tafel aus Holz gefertigt.

Der ursprünglich in der Friwoler Straße (heutige Hausnummer: Friwoler Straße 13/15) angesiedelte Betrieb war im Jahre 1900 vom damaligen Tischlermeister Albert Diederich gegründet worden.

Später verkaufte Familie Diederich, die auch zusätzlich einen landwirtschaftlichen Betrieb bewirtschaftet, diese Gebäude und errichtete im Haarkesanger einen Aussiedlerhof, wo die Tischlerei bis zu deren Schließung Ende der 1960er Jahre aber nur noch eine untergeordnete Rolle spielte.






28. April 2019


Fotos: Günter Ische



Die obere Aufnahme zeigt die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Hettensen im Jahre 1921.

Die Feuerwehrkameraden posieren vor dem Gasthaus Zur Post (Carl Brede) vor dem Wagen der Handdruckspritze, der von Pferden zum jeweiligen Einsatzort gezogen wurde.

Das zweite Foto ist zu einem späteren Zeitpunkt entstanden, als eine solche Spritze im Rahmen eines Festumzuges (in Barterode?) der Öffentlichkeit als Relikt vergangener Zeiten noch einmal gezeigt wurde.

Dass damals Löscharbeit in Anbetracht des doch immensen Wasserbedarfs ein körperlich recht anstrengendes Unterfangen gewesen sein muss, kann an dieser Stelle nur am Rande erwähnt werden.






21. April 2019


Fotos: Stadt Hardegsen



Diese Aufnahmen sind entstanden, als der Regenwasserkanal in der Ellieröder Straße im Jahre 2007 mit einer Kamera befahren bzw. untersucht wurde.

Dabei wurde deutlich, dass der Kanal aufgrund der Wurzeleinwüchse und des dadurch stark dezimierten Rohrdurchmessers die anfallenden Wassermassen nicht in vollem Umfang ableiten konnte.

So kam es u.a. zum Rückstau und zu Uberflutungen im Bereich Harkesanger.

Durch die Beseitigung der Einwüchse und andere Maßnahmen entspannte sich die Situation merklich.






14. April 2019


Fotos: Veronika Wienecke



Die obigen Fotos stammen aus dem Jahre 2007, als nach ergiebigen Regenfällen der Graben entlang der Straße "Haarkesanger" die anfallenden Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte.

Die Freiwillige Feuerwehr Hettensen war zur Stelle und konnte durch ihren Einsatz mit "Bordmitteln" schlimmere Schäden verhinden.

Im Laufe des folgenden Jahres wurden seitens der Stadt Hardegsen sowohl Schachtbauwerke verbessert als auch die Entwässserungsleitung im Verlauf der Ellieröder Straße von Wurzeleinwüchsen befreit.






7. April 2019


Zeitungsausschnitt GT 7.10.1970
Sammlung Rainer Glahe



Der obige Zeitungsartikel ist dem Göttinger Tageblatt -Ausgabe Northeim- entnommen.

Neben dem langjährign Pastor Dr. Hans Kropatscheck war das Küsterehepaar Frieda und Julius Thofern nahezu untrennbar fast 40 Jahre lang mit der evangelisch-lutherischen Kirche in Hettensen verbunden.

Dass das Küsteramt im Jahre 1970 von deren Tochter und Schwiegersohn, den Eheleuten Seifert übernommen wurde, war für zahlreiche Glieder der Kirchengemeinde fast schon selbstverständlich.






31. März 2019


Foto: Rainer Glahe



Nachdem der damalige Schulleiter Ende des 19. Jahrhunderts wiederholt und recht ausführlich auf die missliche Situation, insbesondere die Enge in dem vorhandenen Gebäude am Fuße des Kirchberges hingewiesen hatte, führte dies schließlich zur Planung und zur Errichtung eines zeitgemäßen Schulhauses.

Die obige Aufnahme ist zum Zeitpunkt der Fertigstellung der Schule entstanden.
Sehr schön zu erkennen ist die dem Eingangsbereich vorgelagerte Veranda in Holzbauweise sowie das links im Hintergrund stehende Toiletten- und Wirtschaftsgebäude.

Das Schulgebäude wurde im Jahre 1910 bezogen und diente bis zur Auflösung der Schule im Jahre 1974 zahlreichen Schülergenerationen als Bildungsstätte, wo man auf die Anforderungen des (Berufs-) Lebens vorbereitet wurde.

Vergleiche dazu auch den Link "Schule um 1900" auf dieser Webseite.






24. März 2019


Dokument Sammlung Rainer Glahe



Brückengeländer

Nachdem im Jahre 1963 der Mühlenweg teilweise "ausgebaut" und mit einer Teerdecke versehen worden war, ist im Zuge dieser Arbeiten die historische Gewölbebrücke beidseitig erweitert/ verbreitert worden.
Damit war die Anfertigung von zwei neuen Geländern notwendig geworden.
Neben anderen Mitbewerbern hat damals auch der Schmiedemeister Gustav Schmelzer ein Angebot für die Ausfertigung in geschweißtem Rohr abgegeben.

Im Zuge des Neubaues der Schwülmeüberquerung im Jahre 2018 ist die flussaufwärts gelegene damalige Verbreiterung der Brücke nicht abgerissen worden; vielmehr wurde das neue Bauwerk an den alten Teil "angebaut".






17. März 2019


Dokument Sammlung Rainer Glahe



Küsterkorn

Mit dem obigen Schreiben ist dokumentiert, wie der Streit zwischen der politischen Gemeinde und der Kirchengemeinde beendet werden soll, bei dem der damalige Lehrer und Küster Spintig den Anspruch auf die jährliche Lieferung von Getreide (das so genannte Küsterkorn) für seine Dienste einforderte.

Unter anderem geht es dabei auch darum, dass der Küster aufgrund einer alten Verpflichtung den Chorrock des Geistlichen von Ellierode nach Hettensen zu den kirchlichen Veranstaltungen zu tragen habe.

Der königliche Landrat des Landkreises Northeim vertritt daher in seinem Schreiben vom 14.12.1908 die Auffassung, dass bei der Auseinandersetzung es sich wohl in erster Linie um Dienste handelt, die für die Kirchengemeinde erbracht werden, so dass diese letztendlich die Entscheidung über die Zahlung des Küsterkorns zu treffen hat.






10. März 2019


Postkarte Sammlung Rainer Glahe


Der Ausschnitt der colorierten Postkarte aus der Mitte der 1950er Jahre zeigt das Denkmal an seinem ursprünglichen Standort am Thieplatz. Das zweite Foto gestattet einen Blick in die Bramburgstraße.

Der aus Buntsandstein gehauene Gedenkstein für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges ist einschließlich der gemauerten Sandsteineinfassung im Jahre 1920 vom damaligen Rittergutsbesitzer Scheer unserer Gemeinde gestiftet worden.






3. März 2019



Der Tischlermeister Albert Diederich hatte im Ersten Weltkrieg an der Westfront als so genannter Frontkämpfer bei den Kriegshandlungen an der Somme seinen Dienst verrichtet.

Dort fand unter Beteiligung der Engländer die wohl blutigste Schlacht des Krieges statt. Diese sollte in erster Linie dazu dienen, die im Raum Verdun stark unter Druck stehenden französischen Truppen zu entlasten.

Nach einer Verordnung aus dem Jahre 1934 wurde den ehemaligen Frontsoldaten das von Reichspräsident von Hindenburg gestiftete "Ehrenkreuz für Frontkämpfer" verliehen.
So erhielt auch Albert Diederich damals dieses Ehrenkreuz.


Fotos: Albert Diederich






23. Februar 2019


Dokument: Sammlung Rainer Glahe


Der obige Rechnungsbeleg ist im Jahre 1951 von der Dreschgemeinschaft Hettensen ausgestellt worden.

Die Ackerbaugenossenschaft hatte für ihre beiden Arbeitspferde Futtergetreide dreschen lassen.
Diese Tiere waren im so genannten Schafstall [heute Zimmerei Brodkorb] untergebracht. Sie verrichteten im Gespann alle Aufgaben, die bei der täglichen Feldarbeit anfielen. Vgl. dazu auch die Ausführungen über die Ackerbaugenossenschaft unter dem Link "Geschichte"

Die Dreschgemeinschaft [im Volksmund auch Dreschgenossenschaft genannt] betrieb im so genannten Maschinenschuppen [Wiesenstraße 1; heute im Besitz von Heiko Keilholz] eine stationäre Dreschmaschine mit einem elektrischen Antrieb.

Jeder, der im Ort eine Zu- oder Nebenerwerbslandwirtschaft betrieb, hatte die Möglichkeit, bei der Dreschgenossenschaft sein Getreide dreschen zu lassen. Das dazu benötigte Personal stellte der Kleinlandwirt selbst; der Maschinist war bei der Dreschgemeinschaft saisonal beschäftigt und wurde von dieser bezahlt.

Dieser Lohndrusch wurde je nach Zeitaufwand in Rechnung gestellt.






16. Februar 2019


Foto: Holger Glahe


Dieses Foto ist im Jahre 1970 gemacht worden.

Weil der Sportplatz auf dem Mühlenberg zu Beginn der 1970er Jahre ausgebaut wurde, spielten die Mannschaften des SV Grün-Weiß Hettensen während dieser Zeit auf einem provisorischen Platz, der vom Landwirt Günter Munke im Bereich der Buehwiesen zur Verfügung gestellt wurde.

Hier ist die erste Herrenmannschaft abgelichtet, die im Rahmen der damaligen Jubiläumsfeierlichkeiten [50 Jahre SV Grün-Weiß Hettensen] in ihrem Wechseltrikot zu einem Freundschaftsspiel angetreten war.

Im Hintergrund fällt die damals noch spärliche Bebauung des Kaineweges besonders ins Auge.






20. Januar 2019


Foto: Ursula Poppe


Diese Aufnahme stammt aus der Zeit Anfang der 1950er Jahre.

Bei einem Spaziergang in der Feldmark macht Ursula Poppe mit ihrer Cousine und ihrer Schwester im Bereich des Hajeweges eine Pause.

Sehr schön sind im Hintergrund die noch unbebauten Flächen des Mühlenberges, der Mühlengärten und Oehlmanns' Berg zu erkennen.

Bei genauer Betrachtung erkennt man in der Bildmitte den Verlauf der Landstraße, die nach Lödingsen führt, das Dach des so genannten Neubaus (erbaut 1949), das Dach des Hofes Falke sowie am Weg zum Sportplatz das "Waldhaus", das sich heute im Besitz von Familie Wienecke befindet.

Dieses Gebäude war einst errichtet worden, um darin einen Kindergarten einzurichten.
Das Vorhaben wurde aber verworfen, weil der Rat der Gemeinde damals einstimmig beschloss, das noch im Bau befindliche Haus schnellstmöglich fertig zu stellen, um so dringend benötigten Wohnraum für die Unterbringung zugewiesener Flüchtlingsfamilien zu schaffen.






13. Januar 2019


Foto: Willfried Knocke


Anlässlich des gemeinsamen Straßenfestes der Friwoler- und der Bramburgstraße im Jahre 1979 ist das obige Foto entstanden.

Damals hatte man einen Festzug organisiert, der die Bewohner der Ortschaft auf die Feierlichkeiten aufmerksam machen sollte.

Dieser Schnappschuss zeigt das Ponygespann des Flöten-Schlumpfes, das gerade an der Einmündung des Nordringes in die Ellieröder Straße einbiegt.

Diese Aufnahme verdeutlicht sehr schön die Länge des Festzuges, weil man das Sicherungsfahrzeug der Feuerwehr an dessen Spitze kurz vor der Epelteren gut erkennen kann.






6. Januar 2019


Foto: Willfried Knocke


Die obige Aufnahme stammt aus dem Jahre 1934.

Das Foto zeigt das Wohnhaus Knocke mit der ursprünglichen Fassade und den typischen Merkmalen eines Gebäudes, das von einem Personenkreis genutzt wird, der eine kleine Nebenerwerbslandwirtschaft betreibt.

Vor dem Haus in der Bramburgstraße posieren für den Fotografen die Familien Knocke und Lang.






Jahreswechsel 2018/ 2019


Foto: Ursula Poppe


Dieses Foto stammt aus den 1960er Jahren.

Die besondere Bauweise unserer Kirche animierte schon immer Fotografen, dieses Gebäude abzulichten.

Die vorliegende Aufnahme gibt nicht nur die besondere dörfliche Idylle wieder. Vielmehr fallen dem Betrachter die zahlreichen Holzfinnen auf, die von den Anwohnern entlang des Flusslaufes der Schwülme auf öffentlichem Grund wie kleine "Wohnhäuser" errichtet wurden.

Holz war neben Kohle zu jener Zeit noch immer der bedeutenste Energieträger zur Beheizung der überwiegenden Anzahl der Wohngebäude im Ort.

Den Kindern, die sich nachmittags an der Schwülme aufhielten, boten die zahlreichen Finnen und die in Holzbauweise errichteten Schuppen eine willkommene Möglichkeit für die verschiedensten Spiele.

Nachzutragen bleibt, dass damals niemand auch nur einen kritischen Gedanken über die Ablagerung von Holz in diesen Bereichen verschwendete.





 

 


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